Die Wanderung durch die Kaiserklamm

Die Wanderung durch die Kaiserklamm

Die Wanderung durch die Kaiserklamm
5 (100%) 1 vote

So geht die Wanderung durch die Kaiserklamm
Los geht die abwechslungsreiche Wanderung in den Brandenberger Alpen am Parkplatz hinter dem Kaiserhaus. Mit dem Auto kommt man leicht hierher, mit dem Bus ist die Anreise etwas kompliziert. Mehr dazu unter Anreise. Zu Fuß geht es auf dem breiten Forstweg zum Eingang der Kaiserklamm. Wanderschilder zeigen den Weg an, man kann sich nicht verlaufen. Die Kinder freuen sich schon und bald ist das Schild über die Kaiserklamm erreicht. Gezeigt wird hier auf einer Schautafel die Geschichte der Kaiserklamm. Die Klamm hat den Namen Kaiserklamm, weil Kaiser Franz Josef gerne auf Klammsteigen gewandert sein soll. Und der Weg durch die Klamm geht auf die wirtschaftliche Nutzung des Brandenberger Tals zurück, als das Holz durch die Klamm in Richtung Inntal transportiert wurde. Für diese historischen Erklärungen haben die wenigsten Besucher Zeit, zu spannend ist es, endlich in die Klamm zu kommen.

Der Blick von der Brücke in die Kaiserklamm hinein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In die Kaiserklamm wandern – nicht mit Kinderwagen oder Fahrrad!
Hinter der Tafel fließt schon die türkisschimmernde Brandenberger Ache. Still und scheinbar gemächlich fliesst sie hier aus der Klamm heraus. Eine Brücke quert die Ache, der Forstweg führt weiter hinein in das waldreiche Gebiet der Brandenberger Alpen. Von der Brücke kann man ein Stück in die Klamm hineinsehen, die schmalen Felsen behindern aber die Sicht. Nun geht es endlich auf den Klammsteig. Der Weg ist schmal und rutschig. Man muss gut aufpassen. Nicht möglich ist die Begehung der Kaiserklamm mit einem Kinderwagen. Ihr müsst die Kleinen in einer Trage (Kraxe) auf dem Rücken tragen oder sie laufen selbst. Der Steig durch die Klamm ist für einen Kinderwagen viel zu schmal und zudem verhindern die Steine und Stufen das Schieben des Wagens. Gleiches gilt für Fahrräder – sie haben auf dem Klammsteig nichts verloren. Es ist ohnehin schon sehr schmal und bei Gegenverkehr oft schwierig, aneinander vorbei zu kommen.

Nicht mit Kinderwagen und Fahrrad durch die Kaiserklamm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So nun wirklich auf zur Wanderung auf dem Klammsteig durch die Klamm
Erwartungsvoll geht es durch dieses Holztor, das auch die letzten Ungläubigen daran hindert, mit Kinderwagen oder Fahrrad in die Klamm zu kommen. Entlang der Felswand geht die Wanderung hinein. Links die Felsen, rechts das Wassser der Brandenberger Ache. Am Anfang sieht man es gar nicht soviel. Das türkisgrüne Wasser liegt verborgen unten im Bachbett, rechts ebenfalls eine steile Felswand. Mit jedem Schritt in die Klamm hinein gibt es mehr zu sehen. Kinder und Erwachsene staunen über die schöne Natur hier. Und so ist das Wandern auch spannend, keine Fragen „wie lange dauert es noch?“. Wir wandern immer weiter. Bald kommt ein Tunnel im Felsen. Die Wanderung führt in den Felsen hinein. Auf der anderen Seite geht es wieder hinaus und ein toller Blick auf die Schlucht in der Kaiserklamm öffnet sich. Bald kommt rechts ein Kreuz auf einem Felsen. Es ist zu Ehren des Erbauers der Klamm errichtet worden. Auch hier gibt es einen schönen Blick auf die tolle Landschaft.

Dieser Tunnel musste für die Holzdrift in das Gestein gegraben werden.

Das ist der Blick aus dem Tunnel auf die Klamm

Dieses Kreuz wurde dem Erbauer der Kaiserklamm gewidmet, dem Ing. Hermann Veit.

Wie lange ist die Wanderung durch die Kaiserklamm?
Über Brücken und Stege wandern wir so einen Kilometer durch die Klamm. Immer wieder gibt es tolle Blicke auf das Wasser. Je nach Sonnenstand schimmert es türkis oder dunkelgrün. Teilweise ist es auch einfach nur glasklar und durchsichtig. Der Wanderweg bleibt immer links vom Wasser. Man sollte trittsicher und gut zu Fuß sein. Es geht über Stufen und viele Steine, die meist rutschig sind. Daher auch unbedingt gute Wanderschuhe anziehen!
Die Wanderung durch die Klamm lohnt sich!

Wie lange dauert die Wanderung durch die Kaiserklamm?
Beim Wandern durch die Klamm hat man eigentlich keine Höhenmeter zu bewältigen. Doch sollte man ein wenig trittsicher sein. Der Weg ist zwar wirklich sehr gut abgesichert durch Stahlseile und Geländer, die Steine am Weg sind aber gerne mal rutschig und der Weg ist eher uneben. Man geht ca. 1 Kilometer in etwa 30 Minuten durch die Klamm. Der Rückweg kann entweder über den Forstweg erfolgen, dazu geht man gleich nach der Klamm links und folgt dann dem Weg zurück Richtung Kaiserhaus. Oder natürlich ist der Rückweg auch durch die Klamm selbst möglich. Insgesamt sollte man sich mindestens eine Stunde Zeit für die Klamm nehmen, besser 1,5 Stunden und länger. Es lohnt sich unterwegs auch mal stehen zu bleiben.

Mit Kindern durch die Klamm
Für uns ist der Weg durch die Kaiserklamm ein sehr schöner Familienausflug. Die Kinder wandern sehr gerne durch Klammen und hier wartet am Ende ein toller Strand zum Spielen und Planschen. Da der Weg nicht so lang ist, schaffen es sicher auch schon jüngere Kinder ab ca. 3 Jahren gut, wenn man sie an rutschigen Stellen an die Hand nimmt. Es gibt wie so oft auf Wanderwegen, einige „Stolpersteine“.

Mehr Wanderwege – Von Pinegg zum Klammeingang
Wem eine Wanderung durch die Kaiserklamm zu kurz ist, hat natürlich noch mehr Möglichkeiten zum Wandern. Wer die Tour einfach verlängern will, startet schon in Pinegg. Hier führt die Straße nach Brandenberg weiter. Direkt in der fast 180 Grad Kurve geht der Wanderweg los. Mal mehr, mal weniger an der Brandenberger Ache entlang führt der breite Wanderweg auf der rechten Bachseite entlang. An der Weggabelung nach links, Richtung Kaiserhaus steht man schließlich nach wenigen Minuten am Eingang der Klamm. Der Weg ist in einfacher Richtung ca. 4 Kilometer lang und man geht von Pinegg bis zum Eingang der Klamm eine gute Stunde auf ebenen Weg dahin. Das ist gleichzeitig der Zugang, wenn man mit dem Bus anreist!

Weiter zur Erzherog-Johann Klause
Nach der Klamm kann man einfach immer weiter geradeaus wandern, hinein ins Brandenberger Tal. Man bleibt entweder am Uferweg oder geht nach der Klamm gleich links auf den Forstweg. Beide Wege führen später, am Trauersteg wieder zusammen und führen auf dem Forstweg bis zur Erherzog-Johann Klause. Die Wegstrecke beträgt einfach noch mal ca.6,5 Kilometer. Es sind kaum Höhenmeter zu bewältigen und der Weg ist einfach zu gehen. Das Tal wird allmählich schmaler und führt die ganze Zeit am Wasser entlang, dabei kommt man an weiteren Kiesstränden und Gumpen vorbei, also bei schönem Wetter, Badesachen nicht vergessen! Nach gut eineinhalb Stunden ist man schließlich an der Klause, die aktuell (Stand: Mai 2018) leider geschlossen ist! Zurück kann man auch über die Rumpfalm wandern, dazu noch ein kleines Stück an der Ache weiter wandern und dann rechts den Weg 16a einschalgen. Hier geht es etwa 150 Höhenmeter hinauf, bevor der Weg wieder abfällt und später auf den Forstweg zweigt, den man beim Hinweg genommen hat. Gesamt ist man hier 4-5 Stunden, ohne Pausen unterwegs.